Definitionen

Natürliche Mineralwässer gehören zur Gruppe der "Abgefüllten Wässer".
Im Österreichischen Lebensmittelbuch werden im Codexkapitel B 17"Abgefüllte Wässer" alle gesetzlichen Details geregelt, die mit dem Inverkehrbringen abgefüllter Wässer in Verbindung stehen.

Der Oberbegriff "Abgefüllte Wässer" umfasst folgende vier unterschiedliche Arten von abgefüllten Wässern:

1. natürliches Mineralwasser
2. Quellwasser
3. Tafelwasser
4. abgefülltes Trinkwasser

Von diesen vier Gruppen ist das natürliche Mineralwasser quantitativ und qualitativ am wichtigsten. Dies trifft besonders für die ernährungsphysiologische Bedeutung zu.
Quellwasser braucht keine amtliche Anerkennung. Es unterliegt den gleichen hygienischen Anforderungen wie natürliches Mineralwasser. Hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung muss es jedoch Trinkwasser entsprechen. Eine Behandlung ist ebenso wie beim natürlichen Mineralwasser unzulässig.
Tafelwasser wird entweder aus Trinkwasser oder natürlichem Mineralwasser hergestellt. Tafelwasser muss den Trinkwasser-Richtlinien entsprechen. Es muss eine oder mehrere der folgenden Zutaten enthalten: Sole, Salze bzw. Salzlösungen, Kohlensäure. Der Gehalt an gelösten festen Stoffen darf 2 g/l nicht überschreiten. Bei einem Kohlensäuregehalt über 4 g/l kann Tafelwasser auch als Sodawasser bezeichnet werden.
Abgefülltes Trinkwasser ist normales Trinkwasser, welches in geeignete Behältnisse abgefüllt wurde. Trinkwasser darf desinfiziert und chemisch behandelt werden. Die Behandlungsarten und Methoden sind im Codexkapitel B 1 niedergelegt.
Auf Grund der günstigen geologischen Voraussetzungen - einer guten Ausgewogenheit von Gebirge und Ebenen - verfügt Österreich über eine Vielzahl an Mineralwasser-Vorkommen mit unterschiedlichster Zusammensetzung. Der Gehalt an gelösten festen Stoffen pro Liter liegt zwischen 400 und 5.500 mg. Die durchschnittliche chemische Charakteristik lautet: Calcium-Natrium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Mineralsäuerling. Als "Säuerling" bezeichnet man Mineralwasser, das von Natur aus mindestens 250mg/l Kohlensäure enthält.
Dieses Mineralwasser wird mit natürlichen Aromastoffen (Destillat aus Früchten) hergestellt. Flavours gibt es bereits in den Fruchtvariationen Zitrone und Pfirsich. Einige Abfüller setzen dem Mineralwasser den Saft von Zitronen zu, wodurch das Erfrischungsgetränk trüb wird. Lebensmittelrechtlich zählen diese Produkte zu den Limonaden, da natürliches Mineralwasser keine Zusätze außer Kohlensäure enthalten darf.
Near Water sind Erfrischungsgetränke aus natürlichem Mineralwasser. Sie enthalten Fruchtsaftanteile, natürliche Aromen oder Extrakte und werden mit Fructose, Zucker oder Zuckerersatzstoffen gesüßt. Near Water Mineralwässer gibt es mittlerweile in den verschiedensten Geschmacksrichtungen (z.B. Birne, Orange, Preiselbeere, Zitrone). Einige Abfüller setzen dem Mineralwasser den Saft von Zitronen zu, wodurch das Erfrischungsgetränk trüb wird. Lebensmittelrechtlich zählen diese Produkte zu den „Limonaden“, da natürliches Mineralwasser keine Zusätze außer Kohlensäure enthalten darf.
Ort der Nutzung und Name der Quelle;
Angaben über die chemische Analyse (wo, wann, von wem durchgeführt) oder ein Analysenauszug;
wenn unbeständige Inhaltsstoffe entfernt wurden, so muss dies auf dem Etikett vermerkt werden (z.B. "enteisent" oder "entschwefelt");
wenn das natürliche Mineralwasser mehr als 1,5 mg/l Fluorid enthält, muss der tatsächliche Gehalt angegeben werden.
Angaben über die Herkunft oder über Analysenergebnisse, die nicht der Wahrheit entsprechen, dürfen nicht gemacht werden. Hinweise, wonach ein natürliches Mineralwasser eine Krankheit verhüten, behandeln oder heilen kann, sind nicht gestattet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass natürliches Mineralwasser keine gesundheitsförderlichen Wirkungen besitzt. Der Gesetzgeber hat diesbezüglich bestimmte Kriterien festgelegt. Überdies gestattet der Gesetzgeber Angaben über solche Wirkungen, wenn sie wissenschaftlich fundiert sind (EG-Verordnung Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben).

 
Die Entstehung des Mineralwassers

Österreich ist ein sehr wasserreiches Land. Die unterirdischen Wasserreserven sind für die Zukunft mehr als ausreichend. Mineralwasser-Vorkommen entstehen durch folgenden Vorgang: Niederschlagswasser, das noch keine Mineralstoffe enthält, gelangt in den Boden und wird in diesem mit wasserlöslichen Mineralstoffen und oft auch mit Kohlendioxid (Kohlensäure) angereichert.
Die Gesteinsschichten bestimmen wesentlich den Charakter des natürlichen Mineralwassers. Viele der österreichischen Mineralwässer sind bis zu mehrere tausend Jahre alt, nimmt man den Zeitpunkt des Niederschlags als Ausgangszeitpunkt zur Altersbestimmung. Diese kann mit Hilfe von Isotopenuntersuchungen ermittelt werden.
Durch die steigende Umweltverschmutzung sind auch die Grundwasservorräte in Gefahr. Ein hoher Nitratanteil gilt für oberflächennahe Wässer als Indikator für zunehmende Umweltbeeinträchtigungen. Auf Grund des Umstandes des geschützten Vorkommens, aus welchem natürliches Mineralwasser stammen muss, ist eine Beeinträchtigung durch Umweltfaktoren nicht gegeben. Dies ist der Grund, warum die im Handel erhältlichen Mineralwässer des Forums Natürliches Mineralwasser nicht einmal annähernd einen Nitratwert von 10 mg/l erreichen.

 
Mineralstoffe & Spurenelemente

Keine Kalorien und dazu noch viele Mineralstoffe und Spurenelemente, das ist natürliches Mineralwasser. Die in Mineralwasser enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente spielen eine sehr wichtige Rolle für einen funktionierenden Stoffwechsel. Da Spurenelemente zu den sogenannten "funktionsfördernden Nahrungsinhaltsstoffen" zählen und daher praktisch in alle Stoffwechselvorgänge des Körpers fördernd eingreifen, kann ein Versorgungsmangel das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Um eine ausgewogene Versorgung mit Spurenelementen zu gewährleisten, sollte man auch zwischen den verschiedenen Mineralwässern immer wieder wechseln. Die unterschiedlichen Mengen an Inhaltsstoffen sorgen so für eine ausreichende Versorgung. Eine Überdosierung an Mineralstoffen oder Spurenelementen durch den Genuss von Mineralwasser ist nicht möglich, da keines der heimischen Mineralwässer eine derartige Konzentration auch nur annähernd aufweist.
Calcium ist u.a. für den Knochenaufbau wichtig. Der Tagesbedarf liegt bei 800 bis 1.000 mg (Milligramm).
Chrom ist ein Spurenelement, das vor allem im Zucker-, Fett- und Proteinstoffwechsel eine Rolle spielt. Der individuelle Chrombedarf ist von Mensch zu Mensch äußerst unterschiedlich und hängt stark von der Art und Höhe der Kohlenhydratzufuhr ab. Als Schätzwert für eine ausreichende Zufuhr wird der Bereich von 30 bis 100 µg/Tag genannt. Bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 50 µg (Mikrogramm) wurden keine Mangelsymptome beobachtet. Ältere Menschen sollten darauf achten, genügend Chrom zu sich zu nehmen, da der Chromgehalt des Gewebes ebenso wie die Absorption mit dem Alter abnehmen. Auch Schwangere sollten für eine ausreichende Zufuhr sorgen.
Auch Eisen, ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Blutbildung, ist im natürlichen Mineralwasser enthalten. Eisen ist außerdem ein wichtiger Teil jener Enzyme, die unmittelbar für die Sauerstoffversorgung des Organismus verantwortlich sind. Der durchschnittliche Bedarf an Eisen liegt bei 10 bis 20 mg. Eisenmangel äußert sich erst in relativ uncharakteristischen Erscheinungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Das Spurenelement Fluor ist weithin als "Karieskiller" bekannt. Bei einer Unterversorgung ist eine verstärkte Anfälligkeit für Zerfall der harten Zahnsubstanz eine typische Folgeerscheinung. Da der Tagesbedarf für den Menschen bei nur 1 mg liegt, bietet sich Mineralwasser zur Deckung des Bedarfs an.
Jod ist eines der wichtigsten Spurenelemente, das unserem Körper durchschnittlich in einer Tagesdosis von 0,1 bis 0,2 mg zugeführt werden muss. Wenn es dem Körper an Jod mangelt, wird nämlich die Produktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin gebremst, was letztlich zum "Kropf" führt.
Das Spurenelement Kobalt ist ein Bestandteil des wichtigen Vitamins B12, das für eine funktionierende Blutbildung benötigt wird. Kobalt unterstützt vor allem die Eisenaufnahme im Körper, das ebenfalls maßgeblich an der Blutbildung und Sauerstoffversorgung beteiligt ist. Obwohl in der Forschung bislang keine augenfälligen Mangelerscheinungen beobachtet wurden, ist ein Konsum von 0,04 bis 0,12 µg zu empfehlen.
Kupfer fördert die Aufnahme von lebenswichtigem Eisen in die Blutbahn. Zwischen 2 und 5 mg Kupfer sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Österreichs natürliche Mineralwässer sind nicht sehr kupferhältig, wodurch eine Überschreitung des kritischen Werts von 15 mg nicht zu befürchten ist.
Was für die Umwelt nach seelischer Unzufriedenheit aussieht, kann seine Ursachen auch in einer nicht stimmenden Körperchemie haben. Lithium wird nachgesagt, den psychischen Haushalt positiv zu beeinflussen. Da dieses Spurenelement noch weitgehend unbekannt ist, kann auch kein Tageswert angegeben werden.
Magnesium spielt u.a. im Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle. Aber auch die Milderung von Müdigkeit zählt zu den positiven Eigenschaften des Magnesiums. Der tägliche Bedarf sollte durchschnittlich 300 mg sein. Viele österreichische Mineralwässer sind stark magnesiumhältig.
Vor allem für die Knochen spielt das Mangan eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Versorgung ist also zu gewährleisten. Immerhin 17 Prozent des Tagesbedarfs von 2 bis 9 mg können mit einem Liter Mineralwasser gedeckt werden.
Auch Molybdän ist ein wichtiges Spurenelement, das in fast allen Enzymen nachzuweisen ist. Ein genau definierter Tagesbedarf kann allerdings nicht angegeben werden.
Ja, man kann auch den täglichen Nickelbedarf mittels Mineralwasserkonsum decken. Die empfohlene Tagesdosis an Nickel beträgt 0,2 bis 0,5 mg. Da in österreichischen Mineralwässern Gehalte bis zu 4,8 µg vorkommen, gilt es als positive Ergänzung zur gewohnten Mischkost.
Ärzte raten zu einem Konsum (von Selen) von 150 bis 200 µg täglich, was vor allem durch eiweißreiche Nahrung möglich ist.
Ohne Zink läuft nichts im Organismus. Vor allem im Säure-Basen-Haushalt spielt Zink eine wichtige Rolle. Außerdem ist es am Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt. Auch für das menschliche Immunsystem ist dieses Spurenelement unerlässlich. Der Tagesbedarf liegt bei 10 bis 20 mg Zink.

 
Hygiene und Qualität

Die Mineralwässer-Abfüller Österreichs führen laufend strenge Kontrollen in ihren Betrieben durch. Dazu gehören die behördlich vorgeschriebenen Wasseranalysen, laufende mikrobiologische Untersuchungen des Quellwassers (beim Austritt aus der Quelle und in der Flasche) sowie die Überprüfung der gesamten Abfüllanlage und ständige Eingangskontrollen von Lieferungen wie z.B. Verschlüsse und Kohlensäure. Die Untersuchungen werden in enger Kooperation mit externen, privaten und öffentlichen Prüfanstalten und in firmeneigenen Labors durchgeführt.
Mineralwasser sollte richtig gelagert werden. Schützen Sie Ihren Mineralwasser-Vorrat vor direkter Sonneneinstrahlung. Nach dem Öffnen sollte man die Flasche sogleich wieder verschließen, damit die Kohlensäure nicht entweicht. Beim neuerlichen Öffnen der Flasche soll die Kohlensäure noch zischen. Eine bereits angebrochene Flasche kann, wenn sie immer wieder dicht verschlossen wird, einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Originalverschlossen sind natürliche Mineralwässer in Glasflaschen bis zu vier Jahre und länger haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Etikett angegeben. PET-Flaschen können aufgrund der Verpackungseigenschaften im Schnitt 10 - 12 Monate gelagert werden. Stille Mineralwässer sollten ebenfalls vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden.

 
Verpackung

Seit dem 1. Jänner 1997 ist die EU-konforme Regelung in Kraft, die alle für den Konsumenten bestimmte Verpackungsmaterialien zulässt. Für die Mineralwasser-Abfüller bot sich dadurch die Chance, auch mit Kunststoff-Flaschen (PET) den heimischen Markt zu versorgen. Zuvor gestattete der Gesetzgeber nur die Abfüllung in Glasflaschen, die ja für ein sensibles und geschmacksempfindliches Lebensmittel wie Mineralwasser, die besten Voraussetzungen bieten. Im Vergleich zur Kunststoff-Flasche ist die Glasflasche jedoch viel schwerer und leicht zerbrechlich. In Österreich besteht seit Jahrzehnten ein gut eingespieltes Pfandsystem für Glas- und PET-Mehrwegflaschen. Durch die rasanten technologischen Entwicklungen konnte nun auch die Kunststoff-Flasche weiterentwickelt werden, um unverfälschten Geschmack zu garantieren. Der Anteil an Mineralwasser in PET-Kunststoff-Flaschen ist ständig im Wachsen. Grund dafür ist die leichtere Handhabung für den Konsumenten.
Im August 2007 wurde Österreichs erste Recycling-Anlage der heimischen Getränkeindustrie für PET-Flaschen im burgenländischen Müllendorf in Betrieb genommen. Die Anlage wird von der PET to PET Recycling Österreich GmbH betrieben, an der die Unternehmen Coca-Cola Beverages Österreich, Radlberger Getränke, Rauch Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer beteiligt sind. Im Werk wird aus gebrauchten PET-Flaschen Ausgangsmaterial für neue PET-Flaschen produziert und damit der Stoffkreislauf "PET-to-PET" geschlossen. Derzeit werden bis zu 40% von recyliertem PET den neuen Flaschen beigemischt. Damit trägt die heimische Getränkeindustrie der im Herbst 2004 gemeinsam mit Umweltministerium, Wirtschaftskammer, Handel und Abfallwirtschaft unterzeichneten Nachhaltigkeitsagenda Rechnung.
Weitere Informationen: http://www.pet2pet.at/

 
Wasserhaushalt des Menschen

Der menschliche Organismus besteht zu 60 Prozent aus Wasser. Um den Wasserhaushalt ausgeglichen zu erhalten, empfiehlt es sich, mindestens 2 Liter täglich zu trinken. Der erwachsene Mensch hat einen Flüssigkeitsumsatz von circa 2,5 Litern pro Tag. Die Hälfte davon wird durch feste Nahrung gedeckt, die andere Hälfte muss durch ausreichendes Trinken gedeckt werden.

Bei besonderen Belastungen bzw. im Sommer sollte man sogar 2 bis 4 Liter täglich trinken, da durchs Schwitzen viele Mineralstoffe und Spurenelemente verloren gehen. Mineralstoffe, die auch "funktionsfördernde Nahrungsinhaltsstoffe" genannt werden, haben die Aufgabe lebenswichtige Prozesse im Körper zu steuern. Sie sorgen daher aus physiologischer Sicht für einen ausgeglichenen Haushalt. Ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen kann zu einer Gefahr für den gesamten menschlichen Organismus werden.

Natürliches Mineralwasser ist wegen der enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente ein idealer Durstlöscher. Es hat null Kalorien und bietet so allen gesundheitsbewussten Menschen die optimale Lösung. Besonders ältere Menschen, die teilweise weniger essen, sollten besonders darauf achten, durch Trinken von natürlichem Mineralwasser ausreichend Mineralsalze aufzunehmen.
Am besten natürliches Mineralwasser aus heimischer Quelle. Österreich bietet auf Grund der geologischen Voraussetzungen eine große Auswahl an natürlichen Mineralwässern - alle von ursprünglicher Reinheit und höchster Qualität.
Kohlensäure (CO2) ist in den meisten natürlichen Mineralwässern enthalten. Denn lange Zeit war Kohlensäure die einzige Möglichkeit, Mineralwasser haltbar zu machen. Mittlerweile ist, bedingt durch neue technische Einrichtungen, die Hygiene der Abfüllung so gestiegen, dass die Abfüllung von Mineralwasser ohne Kohlensäure möglich ist. Die meisten Abfüller bieten Mineralwasser mit viel Kohlensäure (ca. 5 g/l), wenig Kohlensäure (3 g/l) an oder ohne Kohlensäure an. Die letzten beiden Segmente erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Kohlensäure wird seit Jahrzehnten in Mineralwasser eingesetzt und ist unbedenklich. Es kann aber Menschen geben, die Kohlensäure nicht besonders gut vertragen, wie andere eben mit Knoblauch, Zwiebel oder Paprika Probleme haben. Mit einem Sektquirl oder einem Löffel kann man die Kohlensäure leicht aus dem Mineralwasser heraussprudeln.
Der Mensch bildet - wie andere Lebewesen auch - Kohlensäure. Pro Minute ca. 300 ml, umgelegt auf einen Tag macht das immerhin über 430 Liter aus, was umgerechnet rund 850 Gramm entspricht. Im Vergleich dazu ist in einem Liter natürlichem Mineralwasser die verschwindend geringe Menge von maximal ca. 6 g Kohlensäure enthalten. Eine Menge, die unserem Körper nichts ausmacht.
In den ersten sechs Lebensmonaten ist die Funktionstüchtigkeit der Nieren noch nicht voll ausgeprägt. Es könnte daher bei einer länger dauernden überhöhten Mineralstoffzufuhr zu einer Überbelastung kommen. Daher ist es besonders wichtig, die Zubereitungshinweise bei Fertigmilchpräparaten oder Fertigpulverpräparaten zu befolgen. Diese sind oft sehr stark mit Mineralsalzen angereichert, was dann in Kombination mit stark mineralhältigen Wässern nach geraumer Zeit zu einer Überdosierung führen könnte.
Es ist kein Geheimnis, dass natürliches Mineralwasser auch längst in die Küche Einzug gehalten hat. Nicht nur renommierte Küchenchefs von heute, sondern bereits unsere Großmütter aus der österreichisch-ungarischen Monarchie schworen beim Kochen auf Mineralwasser. Germteig, Palatschinken und andere Mehlspeisen gelingen einfach besser, wenn der Milch ein Schuss natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure beigemengt wird.




 
Wissenschaftliche Studien

Was Wissenschafter schon lange vermuteten, wurde in einer aufwendigen Bioverfügbarkeits-Studie am Institut für Medizinische Physiologie der Universität Wien belegt: Natürliches Mineralwasser ist der ideale Lieferant für die lebensnotwendigen Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Untersuchung war die in Fachkreisen bekannte Unterversorgung an Mineralstoffen und Spurenelementen in den zivilisierten Ländern.
Der Begriff "Bioverfügbarkeit" zieht in Fachkreisen bereits weite Kreise. Der Ernährungsphysiologe Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl betont, dass es weniger darauf ankommt wie viel an Mineralstoffen ursprünglich in der Nahrung enthalten ist, als wie viel davon nach dem Verdauungsprozess dem Körper noch zur Verfügung steht. In der vorliegenden Studie ging es um die tatsächliche Verfügbarkeit der Mineralstoffe Calcium und Magnesium aus Nahrungsmitteln im Vergleich zu natürlichem Mineralwasser. Analysiert wurden insgesamt 13 österreichische Mineralwasser-Marken.

Für die Durchführung der aufwendigen ernährungsphysiologischen Studien zeichnen Dr. Cem Ekmekcioglu und Frau Brigitte Schweiger verantwortlich. Die Analysen erstellte Frau Dozent Dr. Ilse Steffan vom Institut für analytische Chemie der Universität Wien.
Eine Studie der Universität Wien lieferte den wissenschaftlichen Beleg dafür, dass natürliches Mineralwasser - ähnlich wie Milch - dem Organismus den jeweiligen Mineralstoffgehalt fast zur Gänze zur Verfügung stellt. Offenbar durch den komplexen Verdauungsprozess, den diese Speisen durchlaufen, werden bei festen Nahrungsmitteln weit weniger Mineralstoffe ausgelöst und an den Organismus weitergeleitet.
Marktl: "So kann z.B. ein schwach mineralisiertes natürliches Mineralwasser in Bezug auf die Bioverfügbarkeit von Calcium und Magnesium besser abschneiden und einen Mangel kompensieren als manche feste Nahrung".
Diese Erkenntnisse aus der Bioverfügbarkeits-Studie für die Mineralstoffe Calcium und Magnesium könnten analog auch auf die Spurenelemente übertragen werden. Da die seriöse Wissenschaft klare Aussagen jedoch ausschließlich nach entsprechenden Untersuchungen tätigen kann, muss hier noch von der Möglichkeit gesprochen werden.
Basis der wissenschaftlichen Studie von Ernährungsphysiologen Univ.Prof. Dr. Wolfgang Marktl war die Bestimmung der Osmolarität (oder Teilchenkonzentration einer Flüssigkeit). Sie gilt in Fachkreisen als eine wesentliche Kenngröße für die ernährungsphysiologische Bewertung von Getränken. Analysiert wurden am Institut für Medizinische Physiologie an der Universität Wien über 40 Markenprodukte aus dem gängigen Getränkeangebot, darunter natürliche Mineralwässer, Früchtetee, isotonische Durstlöscher/Sportgetränke, Fruchtsäfte, Limonaden und Energy-Drinks.
"Natürliches Mineralwasser ist als Durstlöscher eindeutig zu bevorzugen", kommentiert Marktl die Ergebnisse seiner Studie, "da die Osmolarität des Wassers der des Schweißes sehr nahe kommt".
Außerdem ersetzt natürliches Mineralwasser dem Körper zusätzlich wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, die durch das Schwitzen verlorengegangen sind. Ebenfalls positiv bewertet der Wissenschafter Früchtetee (ohne Zucker). Relativ günstig schneiden in der Studie auch noch die isotonischen Durstlöscher/Sportgetränke ab, während Fruchtsäfte und Limonaden sowie Energy-Drinks im Durchschnitt eine vier- bis sechsmal höhere Osmolarität als Schweiß aufweisen.
Aber die Flüssigkeitsmenge allein macht es nicht aus. Denn auch die Beschaffenheit eines Getränkes, sprich die Konzentration der enthaltenen Teilchen, spielt eine gewichtige Rolle. Wissenschafter unterscheiden je nach Konzentration der Inhaltsstoffe in hypotone, isotone und hypertone Flüssigkeiten.

Das Blut weist im Durchschnitt eine Osmolarität (= osmotischer Druck) von 290 mosmol/l (Milliosmol je Liter) auf. Lösungen, die den gleichen osmotischen Druck wie Blut haben, bezeichnet man als isotonisch (isos = gleich, tonus = Druck). Flüssigkeiten mit einem deutlich höheren Wert sind hypertonisch. Weisen sie einen deutlich niedrigeren Wert als Blut auf, bezeichnet man sie als hypotonisch.

Der Schweiß zum Beispiel zählt mit einer Osmolarität von 80 bis 185 mosmol/l zu den hypotonen Flüssigkeiten. Schweißverlust sollte daher auch mit vorwiegend hypotonen Getränken wie natürlichem Mineralwasser ausgeglichen werden.

In die Gruppe der hypertonen Getränke mit einer Osmolarität ab 290 mosmol/l fallen unter anderem Fruchtsäfte, Nektare, Limonaden und Energy-Drinks. Ihre Osmolarität beruht aber in erster Linie auf dem Zuckergehalt (und nicht auf Mineralsalzen wie beim Schweiß).

Natürliches Mineralwasser, eine hypotone Flüssigkeit, ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe (Mineralstoffe und Spurenelemente) sowie seiner Osmolarität zweifelsohne der ideale Durstlöscher. Seine Osmolarität basiert auf Mineralstoffen und liegt mit durchschnittlich 76 mosmol/l im Bereich des Schweißes (80 - 185 mosmol/l). Dazu kommt, dass bei besonders starkem Schwitzen der Körper über eigene Regulations-
mechanismen Mineralstoffe zurückhält, d.h. je mehr man schwitzt, umso weniger Mineralsalze enthält der Schweiß. In solchen Fällen eignet sich natürliches Mineralwasser besonders gut zum Ausgleichen des hohen Flüssigkeitsverlustes. Als absolut kalorienfreies Erfrischungsgetränk belastet Mineralwasser den Körper auch nicht mit zusätzlichen "versteckten" Pfunden.
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