Wissenschaftliche Studien

Studie "Bioverfügbarkeit von Calcium und Magnesium"

Was Wissenschafter schon lange vermuteten, wurde in einer aufwendigen Bioverfügbarkeits-Studie am Institut für Medizinische Physiologie der Universität Wien belegt: Natürliches Mineralwasser ist der ideale Lieferant für die lebensnotwendigen Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Untersuchung war die in Fachkreisen bekannte Unterversorgung an Mineralstoffen und Spurenelementen in den zivilisierten Ländern.

Was versteht man unter dem Begriff Bioverfügbarkeit?

Der Begriff "Bioverfügbarkeit" zieht in Fachkreisen bereits weite Kreise. Der Ernährungsphysiologe Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl betont, dass es weniger darauf ankommt wie viel an Mineralstoffen ursprünglich in der Nahrung enthalten ist, als wie viel davon nach dem Verdauungsprozess dem Körper noch zur Verfügung steht. In der vorliegenden Studie ging es um die tatsächliche Verfügbarkeit der Mineralstoffe Calcium und Magnesium aus Nahrungsmitteln im Vergleich zu natürlichem Mineralwasser. Analysiert wurden insgesamt 13 österreichische Mineralwasser-Marken.

Für die Durchführung der aufwendigen ernährungsphysiologischen Studien zeichnen Dr. Cem Ekmekcioglu und Frau Brigitte Schweiger verantwortlich. Die Analysen erstellte Frau Dozent Dr. Ilse Steffan vom Institut für analytische Chemie der Universität Wien.

Mineralwasser versus feste Nahrung
Eine Studie der Universität Wien lieferte den wissenschaftlichen Beleg dafür, dass natürliches Mineralwasser - ähnlich wie Milch - dem Organismus den jeweiligen Mineralstoffgehalt fast zur Gänze zur Verfügung stellt. Offenbar durch den komplexen Verdauungsprozess, den diese Speisen durchlaufen, werden bei festen Nahrungsmitteln weit weniger Mineralstoffe ausgelöst und an den Organismus weitergeleitet. Marktl: "So kann z.B. ein schwach mineralisiertes natürliches Mineralwasser in Bezug auf die Bioverfügbarkeit von Calcium und Magnesium besser abschneiden und einen Mangel kompensieren als manche feste Nahrung".

Diese Erkenntnisse aus der Bioverfügbarkeits-Studie für die Mineralstoffe Calcium und Magnesium könnten analog auch auf die Spurenelemente übertragen werden. Da die seriöse Wissenschaft klare Aussagen jedoch ausschließlich nach entsprechenden Untersuchungen tätigen kann, muss hier noch von der Möglichkeit gesprochen werden.

Studie "Osmolarität": Idealer Durstlöscher

Basis der wissenschaftlichen Studie von Ernährungsphysiologen Univ.Prof. Dr. Wolfgang Marktl war die Bestimmung der Osmolarität (oder Teilchenkonzentration einer Flüssigkeit). Sie gilt in Fachkreisen als eine wesentliche Kenngröße für die ernährungsphysiologische Bewertung von Getränken. Analysiert wurden am Institut für Medizinische Physiologie an der Universität Wien über 40 Markenprodukte aus dem gängigen Getränkeangebot, darunter natürliche Mineralwässer, Früchtetee, isotonische Durstlöscher/Sportgetränke, Fruchtsäfte, Limonaden und Energy-Drinks.

Soll man isotonische Getränke oder Mineralwasser beim Sport bevorzugen?

"Natürliches Mineralwasser ist als Durstlöscher eindeutig zu bevorzugen", kommentiert Marktl die Ergebnisse seiner Studie, "da die Osmolarität des Wassers der des Schweißes sehr nahe kommt".

Außerdem ersetzt natürliches Mineralwasser dem Körper zusätzlich wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, die durch das Schwitzen verlorengegangen sind. Ebenfalls positiv bewertet der Wissenschafter Früchtetee (ohne Zucker). Relativ günstig schneiden in der Studie auch noch die isotonischen Durstlöscher/Sportgetränke ab, während Fruchtsäfte und Limonaden sowie Energy-Drinks im Durchschnitt eine vier- bis sechsmal höhere Osmolarität als Schweiß aufweisen.

Was bedeuten die Begriffe Hypotonie, Isotonie und Hypertonie?

Aber die Flüssigkeitsmenge allein macht es nicht aus. Denn auch die Beschaffenheit eines Getränkes, sprich die Konzentration der enthaltenen Teilchen, spielt eine gewichtige Rolle. Wissenschafter unterscheiden je nach Konzentration der Inhaltsstoffe in hypotone, isotone und hypertone Flüssigkeiten.

Das Blut weist im Durchschnitt eine Osmolarität (= osmotischer Druck) von 290 mosmol/l (Milliosmol je Liter) auf. Lösungen, die den gleichen osmotischen Druck wie Blut haben, bezeichnet man als isotonisch (isos = gleich, tonus = Druck). Flüssigkeiten mit einem deutlich höheren Wert sind hypertonisch. Weisen sie einen deutlich niedrigeren Wert als Blut auf, bezeichnet man sie als hypotonisch.

Der Schweiß zum Beispiel zählt mit einer Osmolarität von 80 bis 185 mosmol/l zu den hypotonen Flüssigkeiten. Schweißverlust sollte daher auch mit vorwiegend hypotonen Getränken wie natürlichem Mineralwasser ausgeglichen werden.

In die Gruppe der hypertonen Getränke mit einer Osmolarität ab 290 mosmol/l fallen unter anderem Fruchtsäfte, Nektare, Limonaden und Energy-Drinks. Ihre Osmolarität beruht aber in erster Linie auf dem Zuckergehalt (und nicht auf Mineralsalzen wie beim Schweiß).

Natürliches Mineralwasser, eine hypotone Flüssigkeit, ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe (Mineralstoffe und Spurenelemente) sowie seiner Osmolarität zweifelsohne der ideale Durstlöscher. Seine Osmolarität basiert auf Mineralstoffen und liegt mit durchschnittlich 76 mosmol/l im Bereich des Schweißes (80 - 185 mosmol/l). Dazu kommt, dass bei besonders starkem Schwitzen der Körper über eigene Regulations-
mechanismen Mineralstoffe zurückhält, d.h. je mehr man schwitzt, umso weniger Mineralsalze enthält der Schweiß. In solchen Fällen eignet sich natürliches Mineralwasser besonders gut zum Ausgleichen des hohen Flüssigkeitsverlustes. Als absolut kalorienfreies Erfrischungsgetränk belastet Mineralwasser den Körper auch nicht mit zusätzlichen "versteckten" Pfunden.
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